Raps Allergie: Symptome mit Bildern, Pollenflugzeiten, was Hilft ?

Die Raps Allergie ist an sich relativ selten, da Raps aber immer häufiger angebaut wird treten auch immer öfter Allergien gegen die Rapspollen auf. Hier finden Sie Infos zur Raps Allergie, Ihren Ursachen, den Symptomen mit Bildern und Tipps welche bei allergischen Reaktionen auf Raps helfen.

In Relation zu anderen Allergien sind allergische Reaktionen auf den Rapspollen sehr selten, allerdings ist Raps sehr nützlich und wird daher immer öfter angebaut hierdurch kann es in manchen  Regionen in Deutschland zu sehr hohen Konzentration der Pollen kommen. Raps wird als Futtermittel für Zuchtvieh angebaut aber auch das Raps-Öl ist sehr begehrt und wird als Speiseöl in der Küche verwendet.

Wie entsteht eine Raps Allergie ?

Allergische Reaktionen auf Raps werden zumeist durch die Pollen ausgelöst, Reaktionen auf Speiseöl sind sehr selten. Bei einer Rapsallergie reagiert unser Immunsystem auf Eiweiße welche im Raps enthalten sind. Es erkennt die Allergene als Angreifer und bildet Abwehrstoffe um sich zu verteidigen, diese lösen dann die allergischen Symptome aus.

Rapsallergie Symptome BilderRaps gehört zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) zu der auch die Speiserübe oder auch Steckrübe gehören. Raps bestäubt sich über den Wind oder Insekten wie Bienen, daher findet man Rapspollen auch im Honig. Rapspollen sollen neun unterschiedliche Allergene enthalten welche für Raps typisch sind es gibt aber auch Keuzallergien auf Raps welche oft durch die sogenannten Profiline oder Polcacine ausgelöst werden. Allergiker mit einer Allergie gegen Erle und Birke können somit auch auf Rapspollen reagieren, auch Kreuzreaktionen auf Gräserpollen oder Glaskräuter wie die Brennnessel sollen möglich sein.

Die Flugzeiten der Rapspollen hängen von der Aussaat des Raps und den Temperaturen ab, in Deutschland muss man in der Regel von März bis September mit dem Flug von Rapspollen rechnen. Die Hauptflugzeiten der Rapspollen sind in den meisten Regionen von April bis August. Mehr Infos zu den Flugzeiten von Pollen findet man auch im Pollenflugkalender auf unserer Webseite zur Pollenallergie.

Rapspollen Allergie Symptome

Die Symptome der Raps Allergie entsprechen zumeist denen einer Pollenallergie, es können aber auch Symptome einer Lebensmittelallergie auftreten.

Bei einer Rapspollen Allergie:

  • Naselaufen, Schnupfen, Rhinitis
  • Anschwellen der Nasenschleimhäute, starker Juckreiz und Niesen
  • Reizung der Atemwege, Reizhusten, Husten
  • Augenjucken, Augenrötungen Augenbrennen
  • Hautausschlag zumeist im Gesicht

Die Fotos zu den Symptomen der Rapsallergie entsprechen denen von anderen Kontakt oder Pollenallergien:

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Bei einer Lebensmittelallergie

  • Anschwellen der Mund und Nasenschleimhäute
  • Mund, Lippen, Zunge oder Rachen sind geschwollen
  • Magenschmerzen, Erbrechen, Durchfall

Wer in der Nähe von den schön blühenden Rapsfeldern wohnt und solche Symptome bei sich bemerkt sollte einen Arzt aufsuchen und einen Allergietest durchführen lassen. Gerade in den Monaten der Rapsblüte sind sehr viele unterschiedliche Pollen in der Luft welche Allergien auslösen können, zudem werden in der Landwirtschaft auch häufig Pflanzenschutzmittel verwendet welche ebenfalls allergische Reaktionen auslösen können. Daher lässt sich die Ursache der allergischen Reaktion zumeist nur durch einen Allergietest eindeutig feststellen. Zumeist wird hierbei der Pricktest verwendet, aber auch ein Epikutantest oder ein IgE-Bluttest ist möglich.

Was hilft bei einer Raps Allergie ?

Hat der Arzt festgestellt das man tatsächlich auf Rapspollen allergisch reagiert kann er eine Therapie veranlassen. Bei akuten Symptomen werden zumeist Allergietabletten verschrieben welche das Histamin blockieren. Histamin ist der Botenstoff welcher die allergischen Symptome auf die Rapspollen im Körper auslöst, ein Histaminblocker unterdrückt aber nur die Symptome heilt aber nicht die Allergie. Bei Hautausschlägen durch Rapspollen oder Rapsöl wird oft Cortisonsalbe verschrieben, sie bekämpft die Entzündung oft lässt schon nach kurzer Zeit das jucken der Haut nach und die Entzündung heilt ab.

Langfristig kann bei einer Rapspollen-Allergie nur eine Desensibilisierung helfen, hierbei wird das Immunsystem über einen längeren Zeitraum mit kleinen Mengen des Raps-Allergens konfrontiert. Durch die Immuntherapie gewöhnt sich der Körper an die Allergene und die Symptome werden geringer oder bleiben sogar ganz aus. Allerdings ist eine Desensibilisierung eine langwierige Therapie und kann sich über mehrere Jahre hinziehen.

Medikamente und Produkte welche bei einer Rapsallergie helfen:

Produkte für Pollenallergiker

 
Luftreiniger
Luftreiniger
Pollenschutzgitter
Pollenschutz
Allergiker Staubsauger
Staubsauger
Nasenfilter für Allergiker
Nasenfilter
Atemschutzmaske Allergiker
Atemschutzmaske
Augentropfen für Allergiker
Augentropfen
Allergie Nasenspray
Nasenspray
Cortisonsalbe für Allergiker
Cortisonsalbe
Allergietabletten
Allergietabletten

Rapspollen werden über die Luft verbreitet und dringen daher auch in Häuser und Wohnungen ein. Die Pollen setzen sich dann in Polstern, Betten und dem Teppich ab. Um das eindringen der Pollen zu verhindern sollte man Pollenschutzgitter an Türen und Fenstern anbringen.

Polster und Teppiche sollten mit einem Allergiker Staubsauger regelmäßig gesaugt werden. Diese speziellen Sauger haben Filter welche auch die kleinsten Raps Allergene filtern können.

War man an der frischen Luft oder kommt von draußen rein sollte man direkt die Kleidung wechseln, da oft noch Raps-Pollen an dieser haften und sich sonst in der Wohnung verteilen. Am besten wäscht man sich auch direkt die Haare um Raps-Pollen zu entfernen. Ein Luftreiniger im Schlafzimmer kann helfen die Pollenkonzentration zu verringern.

Seit einiger Zeit gibt es auch Nasenfilter welche das Eindringen der Raps-Pollen in die Atemwege verhindern. Man trägt die kleinen Filter direkt in der Nase während man sich im freien aufhält.

Es gibt einige Medikamente welche man bei einer akuten Allergie gegen Rapspollen verwenden kann. Neben Allergietabletten gibt es auch Hautsalben, Augentropfen und Nasensprays. Die Medikamente sind zumeist Rezeptfrei in der Apotheke oder online erhältlich. Man sollte aber in jedem Fall vorher seinen Arzt befragen denn auch diese Heuschnupfenmittel können Nebenwirkungen haben.

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