Goldallergie: Überempfindlichkeit und Allergie gegen Gold, was hilft ?

Eine Goldallergie kommt nur sehr selten vor und allergische Reaktionen auf Gold werden zumeist durch andere Metall ausgelöst welche als Legierung im Gold vorkommen. Hier finden Sie Infos zu den Symptomen, den Ursachen und Tipps welche bei einer Allergie gegen Gold helfen.

Die Geschichte des chemischen Elementes begann etwa 4300-4600 v. Christi. Der Werkstoff besitzt die Funktion sich ausgezeichnet mechanisch bearbeiten zu lassen. Daneben ist Gold aus technischer Sicht äußerst Resistent gegen Korrosion. Das Naturprodukt wurde in zahlreichen Kulturen wegen seiner Beständigkeit, der scheinbar Unvergänglichkeit sowie beeindruckenden Schwere vorwiegend für rituelle Gegenstände und Schmuck genutzt.

Kann Gold eine Allergie auslösen ?

Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass in Goldlegierungen unterschiedliche Metalle hinzugefügt sind welche auch allergische Symptome auslösen können. Diese können dementsprechend Hautempfindlichkeiten hervorrufen, ergo ist man nicht unbedingt vor Allergischen Reaktionen geschützt.

GoldallergieDamit Armreif, Kette und Ring Stabilität erhalten beziehungsweise das Schmuckstück einen bestimmten Farbton annimmt, bedarf es Nickel, Kupfer und/oder Silber. Diese Metalle kommen  in den unterschiedlichen Goldlegierungen vor und können eine Goldallergie auslösen. Gold unterscheidet sich im Reinheitsgrad, werfen wir einen Blick auf die Legierungen das sogenannten Karat, handelsüblich spricht man hier von 8,9,14,18,21 und 24 Karat Gold, je höher der Wert um so geringer der Anteil von anderen Metallen im Gold.

Symptome die bei einer Goldallergie auftreten

Gold wird auch viel in der Zahntechnik angewendet. Bei dem Mund-und Rachen Zonen kann es zu einem anschwellen der Schleimhäute kommen. Dies hat neben Reizungen, dem Erbrechen auch Darmprobleme und Magenschmerzen zur Folge. Die Krankheit kann trockene gerötete Haut, Hautschuppen, Juckreiz bis hin zu Ekzeme, Pusteln und Pickel hervorrufen. In seltenen Ausnahmen ist ein Mensch von Geburt an betroffen. Es ist weit verbreiteter das sich die Allergie im Laufe der Zeit durch den kontinuierlichen Umgang beziehungsweise vom Goldschmuck tragen entwickelt.

Diese Form der Überempfindlichkeit auf Gold wird oft als Kontaktallergie gegen Gold bezeichnet. Nach mehrfachen Kontakt und einer Phase der Sensibilisierung bildet das Immunsystem Antikörper gegen eines der Metalle in der Goldlegierung. Meistens reagiert man nicht auf das reine Gold, sondern auf die beigemischten Metalle wie Nickel, Kupfer oder Zink. Das immunsystem bildet Abwehrstoffe welche die Produktion und Ausschüttung von Histamin auslösen. Das Histamin löst dann seinerseits die allergischen Symptome im Körper aus.

  • Hautrötungen, Ekzeme, Pusteln, Pickel, unter Schmuckstücken wie Ringe und Ketten
  • Hautjucken, Hautausschlag, trockene Haut, oft im Gesicht, Hals oder Ohren
  • Anschwellen der Schleimhäute in Mund oder Rachen, bei Zahnersatz oder Goldzähnen
  • Magenschmerzen und Darmprobleme, Erbrechen und Reizungen der Schleimhäute

Die Bilder zu den Symptomen einer Goldallergie entsprechen denen anderer Kontaktallergien:

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Wer solche Symptome bei sich bemerkt sollte einen Arzt aufsuchen und einen Allergietest auf verschiedene Metalle durchführen lassen. Es sollte auf alle möglichen Metalle getestet werden welche in Gold vorkommen können. Häufig wird der Epikutantest verwendet um die Allergie nachzuweisen. Bei dem Test wird das jeweilige Allergen mit einem Pflaster auf die Haut geklebt und dann nach einiger Zeit kontrolliert, erste Reaktionen treten zumeist erst nach einige Zeit auf.

Behandlung bei einer Goldallergie, was hilft ?

Die Frage, ob sich diese Erkrankung behandeln lässt, kann nur mit Nein beantwortet werden. Eine Überreaktion auf Gold oder auf andere Metalle ist definitiv nicht heilbar. Bei einer Zahnprothese sollte genaustens geprüft werden auf welches Metall man reagiert. Die Wahrscheinlichkeit, das auf Gold reagiert wird, ist eher auszuschließen. Bei Allergien gegenüber den anderen Metallen besteht die Option sich einen Test in der Apotheke zu kaufen. Der Name des Testes lautet: DIMETHYGLYOXIM-TEST oder kurz gesagt DMG-Test oder Nickelnachweistest.

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Wer unter akuten Symptomen wie zb. Hautausschlag leidet sollte einen Arzt aufsuchen, er kann beurteilen welches Medikament am besten hilft. Die Allergie an sich ist nicht heilbar, daher werden zumeist nur Medikamente verschrieben welche die Symptome behandeln.

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Bei vielen allergischen Symptomen werden Allergietabletten verschrieben welche die Ausschüttung und Produktion von Histamin verringern. Das Histamin ist für die meisten Symptome bei einer Goldallergie verantwortlich.

Treten Symptome auf der Haut auf und die Haut beginnt nach dem Kontakt mit Gold zu brennen oder juckt stark, werden oft Salben zur Behandlung der Hautausschläge verschrieben. Die Salben enthalten zumeist Cortison welches relativ schnell, die allergischen Symptome auf das Gold abklingen lässt. Das Jucken und brennen der Haut lässt nach und Hautausschläge bilden sich zurück und klingen ab.

Wer immer wieder unter allergischen Symptomen leidet wenn er Goldschmuck trägt sollte auf diesen verzichten, das ist der einfachste Weg im allergischen Reaktionen auf Gold vorzubeugen.