Sonnenblumenöl Allergie: Symptome, Ursachen, was hilft ?

Eine Sonnenblumenöl Allergie ist sehr selten kann aber auftreten, sie gehört zu den Lebensmittelallergien, Infos und Tipps für Allergiker. Die Symptome der Sonnenblumenallergie entsprechen zumeist denen einer Lebensmittelallergie, Sonnenblumenöl kommt aber auch in Kosmetika und Pflegeprodukten vor.

Sonnenblumen AllergieDie Sonnenblume (Helianthus annuus), Fam.: Asteraceae/Compositae, wird als Zierpflanze in zahlreichen Gärten kultiviert. Sonnenblumenkerne werden in Brot eingebacken, werden zur Herstellung von Müslis eingesetzt und dienen als Öllieferant. Daneben werden sie in der Naturheilkunde und Homöopathie eingesetzt u.a. als schleimlösendes Mittel und Wundmittel. Blütezeit Juli bis Oktober. Insektenbestäubt/Bienenweide.

Was ist eine Sonnenblumenöl Allergie ?

Eine Sonnenblumenöl Allergie entsteht zumeist erst nach einiger Zeit, wenn unser Immunsystem für das Sonnenblumen Allergen sensibilisiert wurde. Das beutet das eine Allergie gegen ein bestimmtes Lebensmittel wie dem Sonnenblumenöl auch erst Jahre nach dem ersten Kontakt ausbrechen kann. Wir Essen tagtäglich die unterschiedlichsten Speisen und kommen so häufig mit den unterschiedlichsten Lebensmitteln in Kontakt die zumeist ungefährlich sind. Bei einem Allergiker tritt eine Fehlfunktion des Immunsystems auf, das Immunsystem erkennt zumeist das Eiweiß in der Nahrung als Angreifer und versucht sich dagegen zu wehren.

Das Immunsystem bildet Antikörper gegen das Sonnenblumenöl welche die Abwehrzellen des Körpers die sogenannte Mastzellen aktivieren. Die Mastzellen setzen dann den Botenstoff Histamin frei welcher die Symptome der Sonnenblumenöl Allergie auslöst. Bei Lebensmittelallergien führt das zumeist zum anschwellen der Schleimhäute in Mund und Nase, aber auch das Verdauungssystem und die Haut können auf das Histamin reagieren. Es kommt dabei oft zu Hautausschlag, Pickeln,Pusteln oder Magenbeschwerden und Durchfall.

Sonnenblumenöl Allergie Symptome mit Bildern

Die Symptome einer Sonnenblumenöl Allergie machen sich zumeist oral bemerkbar, die Symptome treten zumeist am und im Mund sowie der Nase auf. Bei einigen Allergenen zeigen sich aber auch Symptome auf der Haut, zumeist im Gesicht:

  • Aufstoßen, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
  • Ausschlag im Munder, der Zunge oder dem Hals
  • Pickelchen, Bläschen oder Pusteln im Mund
  • Juckreiz der Haut, Hautjucken, Ekzeme, Hautausschlag
  • Allergischer Schnupfen, Jucken der Nase, Laufende Nase, Naselaufen, Dauerschnupfen
  • Atemwegserkrankungen, zb. allergisches Asthma
  • bei einigen lebensmitteln können sogar Lebensbedrohende Symptome auftreten, allergischer Schock.

Bilder zu den Symptomen einer Sonnenblumenöl Allergie

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Wer solche Symptome nach dem Verzehr von Lebensmitteln mit Sonnenblumenöl bemerkt sollt einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann anhand der Angeben die er von Ihnen erhält auf die verdächtige Lebensmittelallergie testen. Zumeist wird hierbei der Pricktest verwendet, man kann bei einigen Lebensmitteln auch einen Bluttest (IgE-Test) durchführen bei dem überprüft wird welche Antikörper das Immunsystem gebildet hat. Einige Allergien sind so selten das es keine speziellen Tests gibt, in solchen fällen kann man auch einen Provokationstest mit dem Lebensmittel bzw. dem Sonnenblumenöl durchführen.

Was hilft bei einer Sonnenblumenöl Allergie ?

Bei einer Sonnenblumenöl Allergie werden zumeist Antiallergika verschrieben welche die Ausschüttung von Histamin reduzieren oder das Histamin blockieren. In der Regel sind das Tabletten welche auf die jeweilige Ursache vom Arzt abgestimmt werden. Es können aber auch Nasensprays oder Allergietropfen verwendet werden, je nachdem welche Symptome vorhanden sind. Bei Hautausschlägen werden zumeist Salben mit Cortison verschrieben, sie verringern den Juckreiz und behandeln die Entzündung der Haut.

Produkte welche bei Allergien helfen

 
Cortisonsalbe für Allergiker
Cortisonsalbe
Allergietabletten
Allergietabletten
Allergie Nasenspray
Nasenspray

Bei einige Lebensmittelallergien ist auch eine Desensibilisierung möglich, mit einer spezifischen Immuntherapie wird versucht das Immunsystem an die Allergene zu gewöhnen. Die Behandlung ist allerdings sehr langwierig und kann nicht bei jeder Allergie durchgeführt werden. Oft dauert eine Hyposensibilisierung mehrere Jahre und man muss regelmäßig zum Arzt. Sprechen Sie am besten Ihren Arzt drauf an ob die Möglichkeit dieser Therapie für die Sonnenblumenöl Allergie besteht.

Allergologie Beschreibung

Typ I: Allergische Reaktionen auf Sonnenblumenkerne wurden bisher äußerst selten beschrieben (1 Fall bei 10, 11). In einem Fall kam es nach Genuss zu anaphylaktischen Reaktionen mit Urtikaria, Quincke-Ödem und asthmatischen Beschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock.

Auch eine belastungsinduzierte anaphylaktische Reaktion auf Sonnenblumenkerne wurde beobachtet.

Geröstete Sonnenblumenkerne scheinen ihre antigenen Eigenschaften zu verlieren. Dagegen reicht die beim Einbacken von Kernen in das Brot erzeugte Wärme jedoch nicht aus, um die Allergene der Sonnenblume zu zerstören.

In raffiniertem und kaltgepresstem Sonnenblumenöl können noch kleine Mengen an Allergenen vorhanden sein, zumeist wird dieses Öl jedoch von Patienten, die eine Sonnenblumensamen-Sensibilisierung aufweisen, vertragen. Jedoch ist auch eine Nahrungsmittelallergie gegen Sonnenblumenöl beschrieben. Entsprechend sensitive Patienten sollten daher nur raffinierte, Protein-freie Samenöle, verwenden.

Eine erhöhte Sensibilisierungsrate wurde bei atopischen Patienten mit Exposition zu Käfigvögeln beobachtet. Das Füttern der Vögel mit Sonnenblumensamen kann wohl über eine inhalative Sensibilisierung auch zu allergischen Symptomen mit Rhinokonjunktivitis, bronchopulmonaler Symptomatik bis hin zum anaphylaktischen Schock nach dem Essen von Sonnenblumenkernen führen.

Sonnenblumenpollen sind als besitzen ein hohes allergenes Potential. Sie sind als Ursache einer allergischen Rhinokonjunktivitis und sogar eines Asthmas in mehreren Fällen beobachtet worden, vorwiegend jedoch bei starker Exposition u.a.  bei Arbeitern in der Ernte oder Verarbeitung oder auch bei Menschen, die nahe an einer großen Anpflanzung leben.

Antigengemeinschaften bestehen zur Walnuss und Haselnuss sowie zu Sellerie und Beifuß.

Typ IV: Allergische Kontaktdermatitiden sind insbesondere bei der Ernte und dem Entschalen der Kerne zu beobachten. Beschrieben ist auch der Fall eines Landwirtes, der auf die von ihm kultivierten Sonnenblumen mit einem Kontaktekzem reagierte, Tests mit Blättern und Blüten fielen positiv aus. Als Kontaktallergene sind in der Großen Sonnenblume bis zu 7 verschiedene Sesquiterpenlaktone anzutreffen, diese sind zum Teil als stark wirksame Allergene erkannt worden. Einige der Sensibilisatoren konzentrieren sich in den Blasenhärchen und zerplatzen bei der leichtesten Berührung der Blattoberfläche. Von dieser gelangen sie unmittelbar auf die Haut.

Sonnenblumenöl in Kosmetika

Helianthus annuus extract (INCI).  Extrakt aus Blüten und Samen der Sonnenblume. Funktion: hautpflegend, geschmeidig machend, haarkonditionierend

Helianthus annuuss hybrid oil (INCI). Öl aus den Samen einer ölsäurereichen Fettsäuren-Hybride, die sich durch den Gehalt an dieser Fettsäure vom normalen Sonnenblumenöl unterscheidet. Funktion: geschmeidig machend

Helianthus annuus seed acid (INCI). Gemisch von Fettsäuren aus dem Öl von Sonnenblumensamen. Funktion: geschmeidig machend

Helianthus annuus seed extract (INCI). Extrakt aus den Samen der Sonnenblume. Funktion: hautpflegend

Helianthus annuus seed oil (INCI). Aus den Samen der Sonnenblume gepresstes Öl. Funktion: geschmeidig machend, hautpflegend, maskierend

Helianthus annuus seed oil unsaponsibiables (INCI). Rückstand aus Sonnenblumenöl der bei der Verseifung der Sonnenblumenöl-Fettsäuren als Unverseifbares übrig Funktion: geschmeidig machend

Helianthus annuus seed wax (INCI). Aus dem Samen der Sonnenblume gewonnenes Wachs. Funktion: geschmeidig machend

Quellangaben: Auszüge von http://www.alles-zur-allergologie.de/Allergologie/Artikel/4288/Allergen,Allergie/Sonnenblume/

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